Führerschein mit 17
Jugendliche können es kaum abwarten, bis sie den Führerschein machen dürfen und selbst hinter dem Steuer sitzen können. Doch bevor es soweit ist, muss erst einmal eine Fahrschule besucht werden. Um einen Führerschein mit 17 zu bekommen, kann man sich erstmals ein halbes Jahr vor dem siebzehnten Geburtstag zur Fahrausbildung anmelden. Um zur Prüfung zugelassen zu werden, muss ein Fahrschüler mindestens 14 Unterrichtsstunden besuchen, bei dem ihm die ganze Theorie, wie Verkehrsregeln und vorausschauendes Fahren näher gebracht wird. Frühestens einen Monat vor dem 17. Geburtstag kann man sich erstmalig zu einer Fahrprüfung anmelden. Hat man diese erfolgreich bestanden, bekommt man nicht gleich den Führerschein. Übergangsweise erhält der Prüfling eine Prüfbescheinigung über die bestandene Prüfung, mit der er berechtigt ist, mit Begleitung in Deutschland ein Auto zu fahren.
Eine solche Begleitung muss mindestens fünf Jahre im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sein. Natürlich ist hier der Besitz eines Führerscheins Klasse B gemeint. Zudem darf dieser nicht mehr als drei Punkte in Flensburg haben, um als Begleitperson in Frage zu kommen. Diese Prüfbescheinigung gilt bis drei Monate nach dem 18. Geburtstag. Bis dahin sollte man seinen vollwertigen Führerschein abholen. Meistens dann ist auch ein eigenes Auto fällig. Ein Gebrauchtwagen ist völlig ausreichend für die ersten Jahre. Erst mit dem vollwertigen Führerschein kann der Verkehrsneuling auch damit ins Ausland fahren. Dies ist mit der vorherigen Prüfbescheinigung nicht möglich gewesen, weil diese nur für Deutschland gilt. Dennoch sollte man sich vor einer Fahrt ins Ausland erst einmal über die dort geltenden Verkehrsregeln informieren.
Für Fahranfänger gilt die Null-Promillegrenze bis zum 21ten Lebensjahr. Dieses strikte Verbot ist durchaus zu bejahen, wenn man sich einmal die vielen Unfälle ansieht, die tagtäglich auf den Straßen passieren. Das soll nun nicht heißen, dass es sich hier immer nur um Fahranfänger handelt, viel mehr sind meistens Alkohol und Drogen mit im Spiel. Es ist noch sehr viel Aufklärungsarbeit nötig, um den Jugendlichen zu zeigen, das man genauso Spaß haben kann, wenn man als Fahrer auf Alkohol verzichtet. In vielen Fahrschulen wird mit Hilfe von sogenannten Rauschbrillen, den Fahrschülern verdeutlicht, wie schnell man da etwas übersehen kann, oder wie eingeschränkt man selbst mit der kleinsten Menge Alkohol reagiert.
In manchen Ländern gibt es die Null-Grenze bereits für alle Verkehrsteilnehmer, was bestimmt sehr sinnvoll ist. Möchte man etwas trinken, kann man sich doch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis fortbewegen. Oder es wird vereinbart, dass einer, der fährt, nichts trinkt. Dies ist aber meistens ein Versuch, der scheitert. So ist man wieder an dem Punkt angelangt, dass man darauf vertrauen muss, dass jeder so viel Verantwortung seinen Mitmenschen gegenüber mitbringt, das Auto nach Alkoholverzehr einfach stehen zu lassen.
